Jagd

Die Jagd hat einen direkten Einfluss auf die Wildtiere, insbesondere auf die vier Huftierarten Gämse, Hirsch, Reh und Steinbock. Im Wallis werden leider auch schützenwerte Tiere bejagt wie das Birkhuhn oder das Schneehuhn. fauna.vs setzt sich für eine nachhaltige Jagd ein, die auf wildbiologischen und wissenschaftlichen Kriterien basiert.
 

Das neue Jagdgesetz ist klar rückwärts gerichtet

Für fauna•vs ist das neue Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel, gegen welches von verschiedenen Umweltorganisationen das Referendum ergriffen wurde, ein Rückschritt gegenüber dem aktuellen Jagdgesetz. Dabei hätte dieses durchaus eine gute Revision verdient. Wie ist es so weit gekommen?

Artikel im fauna.vs info 36/2019


Trophäenjagd auf Steinböcke aus biologischer Sicht

Die Videosequenzen von Steinbock-Abschüssen im Wallis, die im Schweizer Fernsehens zu sehen waren («Mise au Point» am 3. November; «Rundschau» am 6. November), haben in weiten Kreisen und selbst über unsere Landesgrenzen hinaus Betroffenheit ausgelöst. Steinböcke zeigen wenig Scheu und lassen Menschen recht nah an sich heran. Es bedarf wahrlich keiner weidmännischen Glanzleistung, um diese Tiere zu erlegen. Doch welche biologischen Auswirkungen hat diese Jagdpraxis? Kann eine solche Jagd nachhaltig sein? Hat ein systematischer Abschuss der ausgewachsenen, über elfjährigen Steinböcke mit den schönsten Hörnern einen Einfluss auf die Zusammensetzung der Population und deren Fortpflanzungserfolg?

Artikel im fauna.vs info 36/2019


Alarmierende Bleibelastung bei den aasfressenden Greifvögeln in den Alpen

Die negativen Auswirkungen von Blei auf die Gesundheit von Mensch und Tier sind inzwischen hinlänglich bekannt. Eine neuere Studie der Schweizerischen Vogelwarte bestätigt frühere Studienresultate und zeigt, dass aasfressende Greifvögel wie Steinadler und Bartgeier besonders empfindlich auf Blei in der Umwelt reagieren. Bei beiden Arten wurden hohe Bleiwerte in der Leber und in den Knochen nachgewiesen. Ein Vergleich mit Vögeln der Pyrenäen zeigt zudem, dass die Bartgeier in den Alpen höhere Bleiwerte aufweisen als im Gebirge zwischen Frankreich und Spanien! Diese Resultate machen einmal mehr deutlich, dass die Verwendung von bleihaltiger Munition ein ernst zu nehmendes Problem darstellt.

Artikel im fauna.vs info 35/2019


Keine Jagd im Bann- und Naturschutzgebiet Aletsch

In der Schweiz gibt es 42 eidgenössische Jagdbanngebiete. Diese helfen mit, seltene und bedrohte Säugetier- und Vogelarten sowie deren Lebensräume zu schützen. Eines dieser Jagdbanngebiete umfasst auch den Aletschwald, der seit 1933 unter kantonalem Schutz steht. Der Walliser Staatsrat wollte diesen Herbst ein Teilgebiet für die Jagd auf Hirsche öffnen, wovon vor allem der Aletschwald betroffen gewesen wäre. Pro Natura hat dagegen Beschwerde erhoben und die Teilöffnung wurde vorläufig sistiert. Fauna•vs sprach mit Laudo Albrecht, dem Leiter des Pro-Natura-Zentrums Aletsch.

Artikel im fauna.vs info 34/2018


Die Bejagung von Schnee- und Birkhühnern ist nicht mehr zeitgemäss

Nach geltendem kantonalem Recht darf ein Walliser Jäger pro Jagdsaison sechs Birkhähne und acht Schneehühner schiessen (maximal zwei pro Tag). Damit nimmt das Wallis in der Schweiz einen traurigen Spitzenplatz ein. In den meisten anderen Gebirgskantonen ist die Jagd auf die beiden Raufusshühner entweder verboten, oder die Abschussquoten sind viel tiefer. Nun soll die Jagd auch im Wallis angepasst werden. Am 17. November 2017 hat der Grosse Rat gegen den Willen des Staatsrats ein Postulat von Brigitte Wolf und Manfred Schmid mit 83 Ja- zu 42 Nein-Stimmen angenommen. Dieses verlangt, die Bejagung von Schneeund Birkhühnern an die abnehmenden Bestände anzupassen. Bereits vor der Beratung im Parlament haben fauna•vs und die Vogelwarte Sempach in den Medien auf den Missstand aufmerksam gemacht. Nachfolgend unsere Medienmitteilung dazu.

Artikel im fauna.vs info 32/2017


Stellungnahme von fauna•vs zur Änderung des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel

Fauna•vs hat zum Vorschlag des Bundesrates zur Änderung des «Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel» Stellung genommen. Mit der Gesetzesrevision will der Bundesrat die im Jahr 2015 vom Parlament angenommene Motion «Zusammenleben von Wolf und Bergbevölkerung» von Ständerat Engler umsetzen. Diese verlangt, dass das Gesetz dahingehend geändert wird, dass Wolfsbestände künftig reguliert werden können. Gleichzeitig soll der Motion von Nationalrat Landolt zur Umbenennung der eidgenössischen Jagdbanngebiete in Wildtierschutzgebiete Folge geleistet werden, was ebenfalls eine Revision des Jagdgesetzes bedingt.

Artikel im fauna.vs info 30/2016


Gedanken zum Fünf-Jahres-Beschluss

Für die Walliser Jagd galt dieses Jahr erstmals der neue Fünf-Jahres-Beschluss 2016-2020. Bei der Gämsjagd gibt es auf kantonaler Ebene keine Änderungen. Weil das Bejagungsmodell vom Kantonalen Walliser Jägerverbands aber in Frage gestellt wird, soll es noch einmal überprüft werden. Allfällige Anpassungen könnten 2017 umgesetzt werden. Für das Goms, wo der Gämsbestand rückläufig ist, wurde die Bejagung dieser Art erheblich eingeschränkt. Die Jagd auf andere Arten wird auf kantonaler Ebene erweitert: Während der Hochjagd darf eine zweite Rehgeiss und in Teil-Banngebieten ein geringer Spiesser geschossen werden. Die Jagd auf Rehkitze wird während der Niederjagd auf sechs Tage verlängert. Fauna•vs hat sich vor Inkraftsetzung Gedanken zum neuen Fünf-Jahres-Beschlusses gemacht und zuhanden der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere Vorschläge für ein neues Modell der Gämsbejagung ausgearbeitet.

Artikel im fauna.vs info 29/2016


Bleivergiftungen bei Greifvögeln: Gibt es Alternativen zur Bleimunition?

Bleimunition kann zu gravierenden Belastungen für die Umwelt und in der Konsequenz auch für uns Menschen führen. Reichlich bekannt ist der negative Einfluss von bleihaltiger Flintenmunition (Schrotkugeln) in Feuchtgebieten, welche insbesondere bei der Jagd auf Wasservögel eingesetzt wurde und zum Teil heute noch benutzt wird. Heute gibt es in zahlreichen europäischen Ländern ein Verbot von bleihaltigem Schrot. Als Ersatz wird Munition aus Stahl oder Wolfram benutzt. Neuere Fälle von Bleivergiftungen beim Bartgeier (Gypaetus barbatus) und beim Steinadler (Aquila chrysaetos) zeigen, dass auch bleihaltige Gewehrmunition (Kugel mit einem Sprengkopf aus Blei und einer Ummantelung aus Kupfer) zu Problemen, sprich Vergiftungen dieser grossen Greifvögel führen kann.

Artikel fauna.vs info 29/2016

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