Vögel

Das Wallis beherbergt eine äusserst vielfältige Vogelfauna. Viele Arten, die in der übrigen Schweiz selten geworden sind, kommen im Wallis noch in guten Beständen vor. Beispiele dafür sind der Wiedehopf, die Zwergohreule oder die Alpenkrähe Damit das so bleibt, braucht es den Schutz ihrer Lebensräume.
 

Die Verordnung über elektrische Leitungen soll revidiert werden

Am 30. September überreichten wir dem Staatspräsidenten Roberto Schmidt unsere Petition zum Schutz des Uhus und anderer Greifvögel vor Stromschlägen. 2500 Unterzeichner/innen verlangen, dass sämtliche gefährlichen Strommasten im Kanton Wallis, die bei Vögeln zu Stromschlägen führen können, in den nächsten fünf Jahren saniert werden. Unsere Petition scheint Wirkung zu haben, parallel zum Engagement von anderen Organisationen, insbesondere der Walliser Aussenstelle der Schweizerischen Vogelwarte. 

Artikel im fauna.cs info 37/2020

 

Immer mehr Gänsegeier in der Schweiz

Der Gänsegeier war bis vor 20 Jahren ein seltener Gast in der Schweiz. Dank einem Wiederansiedlungsprojekt in Frankreich übersommern immer mehr Gänsegeier in unserem Land und ermöglichen auch Wanderern Beobachtungen dieser imposanten Greifvögel.

Artikel im fauna.vs info 36/2019


2500 Unterschriften für die Sanierung der gefährlichen Strommasten im Wallis

Am 30. September wurde fauna•vs vom Staatsratspräsidenten Roberto Schmidt im Regierungsgebäude in Sitten empfangen. Eine kleine Delegation überbrachte dem Staatsrat eine Petition mit 2500 Unterschriften, die verlangt, dass alle Strommasten im Kanton Wallis, die bei grossen Vögeln zu Stromschlägen führen können, saniert werden. Roberto Schmidt versicherte den Anwesenden, dass er sie an die zuständigen Stellen weiterleiten werde und dass der Staatsrat die Petition ernst nehmen werde.

Artikel im fauna.vs info 36/2019


Alarmierende Bleibelastung bei den aasfressenden Greifvögeln in den Alpen

Die negativen Auswirkungen von Blei auf die Gesundheit von Mensch und Tier sind inzwischen hinlänglich bekannt. Eine neuere Studie der Schweizerischen Vogelwarte bestätigt frühere Studienresultate und zeigt, dass aasfressende Greifvögel wie Steinadler und Bartgeier besonders empfindlich auf Blei in der Umwelt reagieren. Bei beiden Arten wurden hohe Bleiwerte in der Leber und in den Knochen nachgewiesen. Ein Vergleich mit Vögeln der Pyrenäen zeigt zudem, dass die Bartgeier in den Alpen höhere Bleiwerte aufweisen als im Gebirge zwischen Frankreich und Spanien! Diese Resultate machen einmal mehr deutlich, dass die Verwendung von bleihaltiger Munition ein ernst zu nehmendes Problem darstellt.

Artikel im fauna.vs info 35/2019


Adler und Windkraft: Forschungsprojekt im Wallis

Gemeinsam mit dem eigens aus Kalifornien angereisten, ausgewiesenen Adlerfachmann Dr. Peter Bloom, hat die Universität Bern Steinadler eingefangen und mit GPS-Sendern versehen, um auf diese Weise all ihre Bewegungen und Aktivitäten zu überwachen. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen der Optimierung der Standortwahl für künftige Windparkanlagen im Alpenraum dienen, um spätere Kollisionen der Vögel mit Rotorblättern möglichst zu verhindern.

Artikel im fauna.vs info 35/2019


Petition zum Schutz des Uhus und anderer Greifvögel vor dem Stromtod

Nachdem Anfang Jahr ein Uhu tot unter einer Stromleitung der Bahnlinie Sierre-Sion und etwas später ein toter Uhu bei Massongex gefunden wurden, lancierte fauna•vs eine Petition zum Schutz des Uhus und anderer Greifvögel vor Stromschlägen. Darin fordern wir von der Walliser Regierung, den betroffenen Elektrizitätsgesellschaften und den SBB, rasch die nötigen Massnahmen zu ergreifen, damit sämtliche gefährliche Strommasten im Kanton Wallis saniert werden. Die Petition soll im Herbst dem Staatsrat überreicht werden.

Artikel im fauna.vs info 35/2019


Die Bejagung von Schnee- und Birkhühnern ist nicht mehr zeitgemäss

Nach geltendem kantonalem Recht darf ein Walliser Jäger pro Jagdsaison sechs Birkhähne und acht Schneehühner schiessen (maximal zwei pro Tag). Damit nimmt das Wallis in der Schweiz einen traurigen Spitzenplatz ein. In den meisten anderen Gebirgskantonen ist die Jagd auf die beiden Raufusshühner entweder verboten, oder die Abschussquoten sind viel tiefer. Nun soll die Jagd auch im Wallis angepasst werden. Am 17. November 2017 hat der Grosse Rat gegen den Willen des Staatsrats ein Postulat von Brigitte Wolf und Manfred Schmid mit 83 Ja- zu 42 Nein-Stimmen angenommen. Dieses verlangt, die Bejagung von Schneeund Birkhühnern an die abnehmenden Bestände anzupassen. Bereits vor der Beratung im Parlament haben fauna•vs und die Vogelwarte Sempach in den Medien auf den Missstand aufmerksam gemacht. Nachfolgend unsere Medienmitteilung dazu.

Artikel im fauna.vs 32/2017


Rettungsaktion für den Flussregenpfeifer in der Rhoneebene

Das Programm «Artenförderung Vögel Schweiz» wurde 2003 vom Schweizer Vogelschutz SVS/ BirdLife Schweiz, der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und dem Bundesamt für Umwelt ins Leben gerufen. Es definiert Massnahmen zum Schutz von 50 Vogelarten, für welche spezielle Massnahmen nötig sind, wenn das Überleben ihrer Populationen gesichert werden soll. Der Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) gehört zu diesen sogenannten Prioritätsarten. Im Rahmen ihrer ornithologischen Ausbildung hat Aleksandra Rnjaković aus Massongex einen Leitfaden zum Schutz des Flussuferläufers erarbeitet. Dieser nistet gerne in Kiesgruben, wo das Überleben neben den menschlichen Aktivitäten manchmal schwierig ist. Wenn die richtigen Massnahmen ergriffen werden, kann sich der Kiesabbau aber auch als Chance für den Flussuferläufer erweisen.

Artikel im fauna.vs 32/2017

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