Säugetiere

Zu den Säugetieren gehören die Insektenfresser (Igel und Spitzmäuse), die Fledermäuse, die Hasentiere, die Nagetiere, die Raubtiere und die Paarhufer. Den Fledermäusen und den Grossraubtieren widmen wir je ein eigenes Kapitel.
 

Schneehase: Bestandesschwankungen und Lebensraumnutzung

Eine mehrjährige Studie von Wildtierökolog:innen der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL zeigt, dass die Bestände von Schneehasen (Lepus timidus) starken Schwankungen unterliegen und dass Häsin und Rammler den Lebensraum unterschiedlich nutzen. Die Erkenntnisse aus dem Schweizerischen Nationalpark verbessern das Verständnis zur Ökologie dieser faszinierenden einheimischen Wildtierart und liefern wichtige Grundlagen für einen wirkungsvollen Schutz des Schneehasen in den Alpen.

Artikel im fauna.vs info 41/2022

 

Rothirschprojekt Aletsch-Goms

Mit dem Ziel, grundlegende Erkenntnisse zur Raumnutzung der Rothirsche zu gewinnen und das Rothirschmanagement zu optimieren, hat die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere in den Jahren 2017 bis 2021 in den Regionen Goms, Binntal und Aletsch ein wissenschaftlich begleitetes Rothirschprojekt durchgeführt. Im Februar 2022 wurden die Resultate publiziert. Für alle an der Natur und ökologischen Zusammenhängen Interessierten ist die ansprechend geschriebene und reich illustrierte Broschüre sehr lesenswert!

Artikel im fauna.vs info 41/2022

 

Schlafmäuse: unauffällige Nager

Der Siebenschläfer (Glis glis), der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) und die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) sind drei kleine, unauffällige Nagetiere, die zur Familie der Gliridae gehören. Diese nachtaktiven Tiere leben in der Regel in Waldgebieten, Parks mit Bäumen, Hecken, Gärten und Obstgärten. Manchmal zögern sie nicht, sich den Menschen zu nähern, und lassen sich auf unseren Dachböden oder in Gartenhäuschen nieder, um sich fortzupflanzen oder zu überwintern. Aber wer sind diese Schlafmäuse?

Artikel im fauna.vs info 40/2021

 

Luchswilderei mit Schlingenfallen: Die Behörden wussten davon, der Jäger konnte aber während mindestens 20 Jahren frei agieren

Die Luchspopulationen weisen im Wallis extrem niedrige Dichten auf, im Gegensatz zum Jura und den Nordalpen. Forscher der Universität Bern, unter der Leitung von Professor Raphaël Arlettaz, haben nachgewiesen, dass diese Situation nur durch Wilderei erklärt werden kann1. Die Ergebnisse ihrer Forschung, die seit August 2020 «pre-print» verfügbar waren, wurden kürzlich in der Zeitschrift Frontiers in Conservation Science veröffentlicht. Damit sind sie peer reviewed. Die Analyse konzentriert sich nicht nur auf biologische Aspekte, sondern auch auf die Rolle der Behörden bei dieser Wilderei, die mindestens 20 Jahren lang ungestraft betrieben werden konnte.

Artikel im fauna.vs info 39/2021

Vorkommen des Fischotters in Fully in den 1930er- und 1940er-Jahren 

Die frühere Anwesenheit des Fischotters ist im Wallis sehr wenig dokumentiert. Das Naturmu- seum hat zwei eingebürgerte Fischotter, einer wurde 1894 präpariert: ein junger Fischotter aus der Morge und ein erwachsener Fischotter ohne Informationen. 

Artikel im fauna.vs info 38/2020

 

Das schwierige Zusammenleben von Baummarder und Steinmarder 

Der Baummarder (Martes martes) und der nahe verwandte Steinmarder (Martes foina) haben ähnliche Bedürfnisse (Fressgewohnheiten, Beutewahl, Jagdmethoden, Sozialverhalten, Fort- pflanzungszeiten...). Beide bevorzugen ursprünglich Waldlebensräume, aber die interspezi- fische Konkurrenz verdrängt den Steinmarder eher in ländliche und vorstädtische Gebiete. 2019 führten Balestrieri et al. eine Studie durch, um den Unterschied zwischen den ökologischen Nischen (Nahrung, Lebensraum, Aktivitätszeit, Verhalten) der beiden Karnivoren zu verstehen. fauna•vs präsentiert hier die Ergebnisse dieser Studie. 

Artikel im fauna.vs info 38/2020

 

Projekt: "Wilde Nachbarn Wallis"

Der Siedlungsraum weist eine erstaunlich hohe Vielfalt an Tieren und Pflanzen auf. 40 der 90 Säugetierarten und rund die Hälfte alles Amphibien- und Reptilienarten der Schweiz besiedeln auch unsere Dörfer und Städte. Doch über das Vorkommen und die Verbreitung vieler unserer tierischen Nachbarn wissen wir nur wenig. Das Projekt "Wilde Nachbarn Wallis" will dies mit Unterstützung der Bevölkerung ändern. 

Artikel im fauna.vs info 37/2020

 

Wie kann das Zusammenleben mit Mäusen auf Wiesen und in Wäldern funktionieren?

In der Schweiz gibt es 15 verschiedene Arten von Mäusen und Ratten. Diese kleinen Nagetiere spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie bilden die Nahrung von verschiedenen Prädatoren und tragen im Wald zur Verbreitung der Pflanzensamen bei. Aber Mäuse sind auch verantwortlich für gravierende Schäden, insbesondere an landwirtschaftlichen Kulturen. Wir blicken auf das Leben der kleinen Nager und ihre Rolle im ökologischen System. 

Artikel im fauna.vs info 37/2020

 

Trophäenjagd auf Steinböcke aus biologischer Sicht

Die Videosequenzen von Steinbock-Abschüssen im Wallis, die im Schweizer Fernsehens zu sehen waren («Mise au Point» am 3. November; «Rundschau» am 6. November), haben in weiten Kreisen und selbst über unsere Landesgrenzen hinaus Betroffenheit ausgelöst. Steinböcke zeigen wenig Scheu und lassen Menschen recht nah an sich heran. Es bedarf wahrlich keiner weidmännischen Glanzleistung, um diese Tiere zu erlegen. Doch welche biologischen Auswirkungen hat diese Jagdpraxis? Kann eine solche Jagd nachhaltig sein? Hat ein systematischer Abschuss der ausgewachsenen, über elfjährigen Steinböcke mit den schönsten Hörnern einen Einfluss auf die Zusammensetzung der Population und deren Fortpflanzungserfolg?

Artikel im fauna.vs info 36/2019


Die Rolle des Fuchses in natürlichen und anthropogenen Ökosystemen

Der Fuchs hat sich gut in unsere anthropogene Umwelt integriert und lebt heute sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Der Mensch hat sich an die Präsenz des Fuchses gewöhnt. Sogar Übergriffe von Füchsen auf Hühner, Hasen oder Enten erregen kaum grosses Aufsehen, ganz im Gegensatz zu Schäden von Grossraubtieren. Aber welche Rolle spielt der Fuchs eigentlich als Mesoprädator in natürlichen und anthropogenen Ökosystemen? Und wie wird sich seine Funktion als Regulator im Zug der globalen Erwärmung entwickeln?

Artikel im fauna.vs info 34/2018


Drohnen: neue Gefahr aus der Luft

Der Einsatz von Drohnen für alle möglichen Anwendungen ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Wir sind uns bisher aber noch zu wenig bewusst, was für Einflüsse der momentane Drohnen-Boom auf unsere Fauna hat. Wenn wir nicht nur passiv registrieren wollen, welche negativen Auswirkungen sich ergeben werden, müssen wir jetzt aktiv werden.

Artikel im fauna.vs info 30/2016


Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren

Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren sind häufig und beeinträchtigen beide Seiten. Das prominenteste Beispiel für einen klassischen Mensch-Wildtier-Konflikt ist im Wallis zweifellos die Problematik rund um den Wolf, dessen Koexistenz mit dem Menschen besonders schwierig ist. Ob der Wolfsproblematik vergisst man aber gerne, dass es noch viele andere Mensch-Wildtier-Konflikte gibt.

Artikel im fauna.vs info 30/2016


Lebt das Eichhörnchen bald nur noch in unserer Erinnerung weiter?

Wohl jeder und jede von uns hat bei einem Waldspaziergang schon einen buschigen, braunen Schwanz schnell hinter einem Baum verschwinden sehen. Sein Besitzer ist das Eichhörnchen, ein meist heimlicher, aber typischer Waldbewohner. Droht dem Eichhörnchen bald Gefahr, durch das Grauhörnchen, seinen invasiven nordamerikanischen Vetter, verdrängt zu werden, wie dies bereits in Teilen Grossbritanniens und Norditaliens der Fall ist?

Artikel im fauna.vs info 27/2015

 

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