Jagd

Die Jagd hat einen direkten Einfluss auf die Wildtiere, insbesondere auf die vier Huftierarten Gämse, Hirsch, Reh und Steinbock. Im Wallis werden leider auch schützenwerte Tiere bejagt wie das Birkhuhn oder das Schneehuhn. fauna.vs setzt sich für eine nachhaltige Jagd ein, die auf wildbiologischen und wissenschaftlichen Kriterien basiert.
 

NEIN zum neuen Jagdgesetz! 

Das Bundesgesetz von 1986 über "die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel" basiert auf drei Säulen: 1) dem Schutz der Säugetiere und Vögel, 2) der Regulation von Arten, die Probleme bereiten, 3) die Nutzung bestimmter Arten durch die Jagd. Im neuen Gesetzt jedoch wird der Schutz von verschiedenen Arten deutlich geschwächt. 

Artikel im fauna.vs Nr. 37/2020

 

Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere: Veränderungen sind dringend nötig

Die bevorstehende Pensionierung von Peter Scheibler, dem heutigen Chef der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW), bietet Gelegenheit, die DJFW zu modernisieren. Von der Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates wurden schon 2016 veraltete Strukturen und Funktionsmängel in der Dienststelle festgestellt. Zwar wurden in den letzten Jahren An- strengungen für Verbesserungen unternommen, wie mit diesem Artikel aber aufgezeigt wird, gibt es immer noch problematische Aspekte, die zu ändern eine kleine Revolution erfordern. Hoffentlich wird die künftige Leiterin1 der DJFW diesen Aufgaben gewachsen sein!

Artikel im fauna.vs Nr. 37/2020

 

Das neue Jagdgesetz ist klar rückwärts gerichtet 

Für fauna•vs ist das neue Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säuge- tiere und Vögel, gegen welches von verschiedenen Umweltorganisationen das Referendum ergriffen wurde, ein Rückschritt gegenüber dem aktuellen Jagdgesetz. Dabei hätte dieses durchaus eine gute Revision verdient. Wie ist es so weit gekommen? 

Artikel im fauana.vs Nr. 36/2019

 

Keine Jagd im Bann- und Natur- schutzgebiet Aletsch 

In der Schweiz gibt es 42 eidgenössische Jagdbanngebiete. Diese helfen mit, seltene und bedrohte Säugetier- und Vogelarten sowie deren Lebensräume zu schützen. Eines dieser Jagdbanngebiete umfasst auch den Aletschwald, der seit 1933 unter kantonalem Schutz steht. Der Walliser Staatsrat wollte diesen Herbst ein Teilgebiet für die Jagd auf Hirsche öffnen, wovon vor allem der Aletschwald betroffen gewesen wäre. Pro Natura hat dagegen Beschwerde erhoben und die Teilöffnung wurde vorläufig sistiert. Fauna•vs sprach mit Laudo Albrecht, dem Leiter des Pro-Natura-Zentrums Aletsch. 

Artikel im fauna.vs Nr. 34/2018

 

Die Bejagung von Schnee- und Birk- hühnern ist nicht mehr zeitgemäss 

Nach geltendem kantonalem Recht darf ein Walliser Jäger pro Jagdsaison sechs Birkhähne und acht Schneehühner schiessen (maximal zwei pro Tag). Damit nimmt das Wallis in der Schweiz einen traurigen Spitzenplatz ein. In den meisten anderen Gebirgskantonen ist die Jagd auf die beiden Raufusshühner entweder verboten, oder die Abschussquoten sind viel tiefer. Nun soll die Jagd auch im Wallis angepasst werden. Am 17. November 2017 hat der Grosse Rat gegen den Willen des Staatsrats ein Postulat von Brigitte Wolf und Manfred Schmid mit 83 Ja- zu 42 Nein-Stimmen angenommen. Dieses verlangt, die Bejagung von Schnee- und Birkhühnern an die abnehmenden Bestände anzupassen. Bereits vor der Beratung im Parlament haben fauna•vs und die Vogelwarte Sempach in den Medien auf den Missstand aufmerksam gemacht. Nachfolgend unsere Medienmitteilung dazu. 

Artikel im fauna.vs Nr. 32/2017

 

Stellungnahme von fauna•vs zur Änderung des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel 

Fauna•vs hat zum Vorschlag des Bundesrates zur Änderung des «Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel» Stellung genommen. Mit der Gesetzesrevision will der Bundesrat die im Jahr 2015 vom Parlament angenommene Motion «Zusammenleben von Wolf und Bergbevölkerung» von Ständerat Engler umset- zen. Diese verlangt, dass das Gesetz dahingehend geändert wird, dass Wolfsbestände künftig reguliert werden können. Gleichzeitig soll der Motion von Nationalrat Landolt zur Umbenennung der eidgenössischen Jagdbanngebiete in Wildtierschutzgebiete Folge geleistet werden, was ebenfalls eine Revision des Jagdgesetzes bedingt. 

Artikel im fauna.vs Nr. 30/2016

 

Gedanken zum Fünf-Jahres-Beschluss 

Für die Walliser Jagd galt dieses Jahr erstmals der neue Fünf-Jahres-Beschluss 2016-2020. Bei der Gämsjagd gibt es auf kantonaler Ebene keine Änderungen. Weil das Bejagungsmo- dell vom Kantonalen Walliser Jägerverbands aber in Frage gestellt wird, soll es noch einmal überprüft werden. Allfällige Anpassungen könnten 2017 umgesetzt werden. Für das Goms, wo der Gämsbestand rückläufig ist, wurde die Bejagung dieser Art erheblich eingeschränkt. Die Jagd auf andere Arten wird auf kantonaler Ebene erweitert: Während der Hochjagd darf eine zweite Rehgeiss und in Teil-Banngebieten ein geringer Spiesser geschossen werden. Die Jagd auf Rehkitze wird während der Niederjagd auf sechs Tage verlängert. 

Fauna•vs hat sich vor Inkraftsetzung Gedanken zum neuen Fünf-Jahres-Beschlusses ge- macht und zuhanden der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere Vorschläge für ein neues Modell der Gämsbejagung ausgearbeitet. 

Artikel im fauna.vs Nr. 29/2016

 

Bleivergiftungen bei Greifvögeln: Gibt es Alternativen zur Bleimunition? 

Bleimunition kann zu gravierenden Belastungen für die Umwelt und in der Konsequenz auch für uns Menschen führen. Reichlich bekannt ist der negative Einfluss von bleihaltiger Flinten- munition (Schrotkugeln) in Feuchtgebieten, welche insbesondere bei der Jagd auf Wasser- vögel eingesetzt wurde und zum Teil heute noch benutzt wird. Heute gibt es in zahlreichen europäischen Ländern ein Verbot von bleihaltigem Schrot. Als Ersatz wird Munition aus Stahl oder Wolfram benutzt. Neuere Fälle von Bleivergiftungen beim Bartgeier (Gypaetus barbatus) und beim Steinadler (Aquila chrysaetos) zeigen, dass auch bleihaltige Gewehrmunition (Kugel mit einem Sprengkopf aus Blei und einer Ummantelung aus Kupfer) zu Problemen, sprich Vergiftungen dieser grossen Greifvögel führen kann. 

Artikel im fauna.vs Nr. 29/2016

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