Grossraubtiere

Dank dem Schutz von Wolf, Luchs und Bär und besseren Lebensraumbedingungen kehren die Grossraubtiere wieder zurück in die Schweiz. Insbesondere über den Wolf wird im Wallis emotional diskutiert. Als Wildbiologen versuchen wir die Diskussion zu versachlichen und mit wissenschaftlichen Fakten zu argumentieren.
 

Nein zur sinnlosen Initiative «Für ein Wallis ohne Grossraubtiere»

Deshalb sagen wir NEIN:

  • Ein Wallis ohne Grossraubtiere, wie dies im Titel der Initiative verlangt wird, ist eine Utopie.
  • Die Initiative ist schlechte Werbung für das Wallis und schädigt das Image unseres Kantons.
  • Grossraubtiere haben eine wichtige Rolle im Ökosystem.
  • Titel und Inhalt der Initiative stimmen nicht überein, die Walliser Bevölkerung wird getäuscht!
  • Sogar der Walliser Staatsrat sagt, dass sich mit der Annahme der Initiative kaum etwas ändern wird!

Mehr Informationen finden Sie auf unserem Flyer.

 

Wilderei erklärt die geringe Dichte der Luchse im Wallis – es gibt Beweise 

Laut Studien der Universität Bern ist die Dichte der Luchse im Wallis besonders südlich der Rhone äusserst tief. Dieser Befund wurde inzwischen auch von der KORA bestätigt. In einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2016 vermuteten Forscher als Grund für die geringe Luchs- dichte grassierende Wilderei. Die Entdeckung eines ganzen Netzes von Schlingenfallen in der Region des «Rhoneknies» liefert unbestreitbare Beweise. Ein Jäger wurde 2015 nach einer Strafuntersuchung durch die Staatsanwaltschaft verurteilt. Die Forscher empfehlen, strafrecht- liche Ermittlungen gegen Grossraubtier-Wilderei auf höchster Gerichtsebene durchzuführen, um Absprachen zwischen Wildhütern und Wilderern zu vermeiden. 

Artikel im fauna.vs info 38/2020

 

Informationskampagne von fauna•vs zu den Grossraubtieren geht weiter 

fauna•vs ist sehr erfreut, dass die Schweizer Bevölkerung Nein gesagt hat zum missratenen Jagdgesetz. Mit einer starken Kampagne haben wir die Walliser Bevölkerung im Vorfeld der Abstimmung über die Grossraubtiere informiert. Doch die Arbeit ist nicht zu Ende. Das nächste Kapitel zum Thema Grossraubtiere wird am 7. März 2021 geschrieben. Dann stimmen wir über die kantonale Initiative «Für einen Kanton Wallis ohne Grossraubtiere» ab. 

Artikel im fauna.vs info 38/2020

 

Bei ihrer Ausbreitung folgen Wölfe dem Angebot an Hirschen und Rehen

Wölfe bevorzugen bei ihrer Ausbreitung hauptsächlich Gebiete, in denen sie hohe Dichten ihrer bevorzugten Beutetiere wie Rot- und Rehwild vorfinden. Dies zeigt eine neue Studie von Forschenden der Universität Bern, die vier Winter lang die Aufenthaltsorte von Wölfen im Wallis verfolgten. Diese Erkenntnis ist wertvoll, um frühzeitig zu erkennen, wo Konflikte zwischen den Raubtieren und der Bevölkerung zu erwarten sind. 

Artikel im fauna.vs info 37/2020

 

NEIN zum neuen Jagdgesetz!

Das Bundesgesetz von 1986 über "die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel" basiert auf drei Säulen: 1) dem Schutz der Säugetiere und Vögel, 2) der Regulation von Arten, die Probleme bereiten, 3) der Nutzung bestimmter Arten durch die Jagd. Im neuen Gesetz jedoch wird der Schutz von verschiedenen Arten deutlich geschwächt.

Artikel im fauna.vs info 37/2020

 

Auf den Spuren der Bären im Wallis: Geschichte und Biologie

Die Geschichte der Bären in der Romandie ist weitgehend unbekannt. Einzig für das Wallis gibt es eine fundierte Studie1 . Dennoch zirkulieren auch heute noch Gerüchte und Unwahrheiten, vor allem was den Zeitpunkt der Ausrottung der Bären im Kanton betrifft. Wir werfen einen Blick auf die letzten Bären im alten Wallis.

Aritkel im fauna.vs info 36/2019


Untersuchung zum Thema Wolf-Hund-Mischlinge bringt Klarheit

Untersuchungen der Universität Lausanne zeigt, dass es in den Alpen nur sehr wenig Introgression zwischen Wolf und Hund gibt. Die Studie bringt Klarheit und deckt sich mit früheren Recherchen von fauna•vs.

Artikel im fauna.vs info 35/2019


Praktisch keine Fortpflanzung des Luchses im Wallis

Studien der Universität Bern haben bereits früher auf die dramatische Situation des Luchses im Wallis hingewiesen. Maximal ein Fünftel der zu erwartenden Individuenzahl konnte nachgewiesen werden, d.h. nicht einmal ein Dutzend Tiere. Nun ist klar: Der prekäre Zustand der Population spiegelt sich auch in der Fortpflanzung wider. In den letzten sieben Jahren konnten während den winterlichen Kontrollen nur vier, eventuell fünf Nachweise für eine Fortpflanzung erbracht werden. Die Forscher versuchen nun zu verstehen, welches die Ursachen für die geringe Dichte und die niedrige Fortpflanzungsrate des Luchses im Wallis sind.

Artikel im fauna.vs info 34/2018


Eine Volksinitiative zur Ausrottung der Grossraubtiere

Seit ihrer Gründung verfolgt fauna•vs das Ziel, mit wissenschaftlich fundierten Argumenten zu Lösungen im Grossraubtier-Management beizutragen. Die kantonale Volksinitiative «Für einen Kanton Wallis ohne Grossraubtiere» wird jedoch zu einer Anheizung der Debatte statt zu einer Versachlichung führen. Immer noch werden gezielt Falschinformationen über die Grossraubtiere verbreitet. fauna•vs sieht sich deshalb in der Verantwortung, mit einer sachlichen Kommunikation dieser gefährlichen Initiative entgegenzutreten.

Artikel im fauna.vs info 33/2018


Weder Wölfe, Steinböcke noch wir modernen Europäer sind genetisch rein!

Die Wolfsgegner sind immer auf der Suche nach neuen Gründen, um die erneute Ausrottung der Wölfe zu fordern. Nach dem Mythos von heimlichen und illegalen Freisetzungen behaupten sie nun, dass es in den Alpen keine «echten» Wölfe gebe: Alle seien das Produkt von «Hybridisierungen» mit Hunden.

Artikel im fauna.vs info 33/2018


Zwischen Akzeptanz und Lebensraumqualität

Wissenschaftler der Universität Zürich haben eine Studie durgefüht mit dem Ziel, die für den Wolf geeigneten Gebiete in der Schweiz ausfindig zu machen. Dazu haben sie ein sozioökologisches Modell entwickeln, das die Wolfs-Akzeptanz der Menschen mit der ökologischen Lebensraumqualität kombiniert. Das Modell zeigt, dass lediglich 6% des Schweizer Gebiets als geeignet bezeichnet werden können. Das Wallis und insbesondere das Oberwallis gehören mehrheitlich nicht dazu, weil die Akzeptanz für den Wolf in unserem Kanton sehr klein ist.

Artikel im fauna.vs info 32/2017


Initiative «Für einen Kanton Wallis ohne Grossraubtiere»

Tickt das Wallis in Bezug auf Grossraubtiere wirklich ganz anderes als der Rest der Schweiz? Die Abstimmung über die beim Kanton hinterlegte Initiative könnte hierfür ein Gradmesser sein und zeigen, ob die Walliser Bevölkerung tatsächlich eine von der Realität abgekoppelte «Walliser» Wahrnehmung dieser Welt hat – so wie das nach aussen immer noch kolportiert wird.

Artikel im fauna.vs info 31/2017


Ungewöhnlich tiefe Bestandesdichte beim Luchs im Wallis

Eine Erhebung der Universität Bern ergab, dass die Bestandesdichte des Luchses im Wallis in den vergangenen fünf Wintern aussergewöhnlich niedrig war – dies sowohl im Vergleich mit anderen Teilen der Schweizer Alpen als auch mit früheren Erhebungen aus den 1980erJahren im Kanton Wallis. Weitere Untersuchungen sollen nun die Gründe für diesen Befund aufzeigen. Als wahrscheinlichste Ursache vermuten die Forschenden Wilderei.

Artikel im fauna.vs info 30/2016


20 Jahre Wolfpräsenz im Wallis

Neben vielen anderen Feierlichkeiten geht in diesem Jahr fast unbemerkt das 20 JahreJubiläum des Wolfs im Wallis über die Bühne. Grund zum Feiern gibt es aber offensichtlich keinen – weder bei den Wolfsgegnern noch bei den Befürwortern.

Artikel im fauna.vs info 28/2015

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